Archiv der Kategorie: Stimme

Die heilsame Wirkung von Lichtsprache

Es ist eine Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet ich Lichtsprachenaktivierungen anbiete. Ich, die ihr Leben lang damit verbracht hat, sich zu verstecken – erst generell, danach mit den Auswirkungen, die meine spirituelle Krise seit 1999 in meinem Leben durchgewirbelt hat. Ich wäre gern einfach nur normal.

Ich habe sie bislang ja auch nicht wirklich angeboten. Es ist eher umgekehrt. Ich wurde in der letzten Zeit von immer mehr Menschen, die meine Lichtsprache oder die von anderen kennen und die überhaupt davon gehört haben, schlicht und ergreifend immer wieder darum gebeten. Weil ich in einem Nebensatz mal erwähnt habe, dass das ginge.

Und es ist ein wunderbares Geschenk, allein schon die Emotionen zu erleben, die durch eine solche Aktivierung beginnen zu fließen. Ich habe strahlende Menschen gesehen, in Tränen aufgelöste Menschen – und auch solche, die ganz schnell verschwinden, weil sie sich übergeben müssen. Ich denke, den Part darf ich nicht verschweigen. Ich kann nicht vorhersagen, was passieren wird.

Was ich sagen kann: Lichtsprache ist eine wirkmächtige Energiearbeit, die durch Stimme, Gebärden und Schrift übertragen wird, und sie wirkt direkt am Verstand vorbei. Das ist es, was ich an ihr besonders mag – mein innerer Zensor kann einfach nicht anspringen. Die Energie zieht in die Chakren, in die Zellen, in die DNA. Sie wirkt harmonisierend auf das ganze Körpersystem, und zwar auf allen Ebenen, auch der emotionalen und mentalen Ebene . Sie wirkt genau da, wo sie gebraucht wird.

Ich genieße die Auswirkungen, die Lichtsprache in mein Leben bringt. Ich kann damit sowohl anderen etwas Gutes tun, als auch mir selbst. Denn wenn ich um eine Durchgabe zu einem, bestimmten Thema bitte (eine wasserdichte Intention zu setzen ist wie bei allem, was ich tu, dabei existentiell), dann wirken die Energien auf mich genau so wie auf andere Hörer. Wenn ich die Durchgabe aufnehme, dann kann ich sie mir immer wieder anhören. Meist tu ich das so lang, bis wirklich keine körperlichen Reaktionen mehr wahrnehmbar sind. Dann weiß ich, dass ich das Thema aufgelöst habe.

Nun ist Ilkas aktueller Podcast draußen und ich habe mich mit meinem noch nicht vorhandenen Angebot geoutet.

Dann formuliere ich doch mal ein paar offizielle Angebote.

Wie kann Lichtsprache überhaupt klingen und wirken?

Wenn Du eine Lichtsprachenprobe erfahren möchtest und Dich für die Durchgaben zu Deinen Gene Keys interessierst: Du kannst sie ermitteln unter https://genekeys.com/free-profile/.

Ich verschenke Dir gern eine meiner 64 Lichtsprachendurchgaben für einen Gene Key Deiner Wahl, damit Du einmal reinschnuppern kannst, ob und wie es auf Dich wirkt. Deine Gene Keys sind übrigens identisch mit den Toren des I-Ging, die es auch im Human Design System gibt. Ich mag sie, weil sie die menschliche Entwicklung so plakativ abbilden, mit der ich mich schwerpunktmäßig so gern beschäftige:

Es gibt eine Schattenebene, aus der man sich durch Annahme und Bewusstseinsarbeit in die Ebene der gelebten Gabe entwickeln kann, in der die positive Kraft sich entfaltet, die im Schatten bereits enthalten war. Wenn man diese Gabe beherrscht und lebt, kann die spirituelle Superkraft darin freigeschaltet werden, die sogenannte Siddhi.

Es geht nun auch noch einfacher. Ich wurde inzwischen von einer der Teilnehmerinnen meines Selbstheilungskurses gebeten, mein Channeling zur Reinigung und Stärkung des Herzchakra eiligst öffentlich auf meine persönliche Seite zu setzen. Das kostet mich zwar eine starke Überwindung, denn ein Teil von mir möchte keine ungefragten Energieanwendungen über die Menschheit stülpen – macht in dem Falle jedoch Sinn, da ich bislang noch nicht so vielen Menschen begegnet bin, die Lichtsprache überhaupt kennen, geschweige denn ihre Wirkung erlebt haben. Hier kommt ein Lied fürs Herz (es sind nicht immer Lieder, die durchkommen… Ich kann nicht glauben, dass ich mich das traue zu teilen).

Individuelle Lichtsprachedurchgaben

In Zusammenhang mit einem gemeinsamen Coachinggespräch übermittle ich Dir auch gern eine Lichtsprachedurchgabe für eines Deiner individuellen Themen. Damit die lösende Wirkung sich auf weiteren Ebenen entfalten kann. Eine Coachingstunde mit anschließender Lichtsprachedurchgabe gibt es bei mir nach Selbsteinschätzung für 100 bis 120 €.

Aktiviere Deine Lichtsprachekanäle!

Wenn es Dich kribbelt und Du schon vorher von der Existenz der Lichtsprache gehört hast, und Dich schon länger fragst, ob das etwas für Dich sein könnte: Bei der Lichtsprachenaktivierung habe ich mich für einen Energieausgleich von 200 € entschieden. Plane dafür 45 min bis zu einer Stunde Zeit auf Zoom ein. Und erwarte neue Selbstwirksamkeit in Deinem Leben!

Der Ablauf ist: Zuerst klären wir Deine Fragen, dann bereiten wir den Körper auf die Energieaufnahme vor, erden uns und anschließend aktiviere ich durch Lichtsprachegesang und – gebärden Deinen Kanal. In einer meditativ geführten Übung gebe ich Deinem Verstand hilfreiche Informationen über die Wirkung und den Einsatz von Lichtsprache und energetisch löst sich, was noch gehen darf und ich gebe noch durch, was gebraucht wird. Wenn ich dann am Schluss das Aktivierungslied noch einmal singe, entscheidest Du, ob Du bereits mitmachen möchtest.

Manche haben Kamera und Mikro dabei aus, andere möchten loslegen, wenn sie allein sind, einige wollen Gebärden oder Schreiben und gar nicht singen und wiederum andere lassen Töne von Anfang an gleich mitfließen. Manchmal entsteht auch schon ein Duett oder ein gesungener Dialog.

Einige setzen es gleich für sich selbst ein oder lassen ihre Lichtsprache für Menschen und Tiere oder Pflanzen wirken.

Den Einsatzmöglichkeiten sind wenig Grenzen gesetzt.

Das Beitragstitelbild ist ein Feedback der bereits erwähnten Teilnehmerin gewesen, die sagt, dass sie sich durch meine Lichtsprache ein wenig Normalität in ihr Leben holt. Ausgerechnet!

Du kannst mich – auch wenn Du nur weitere Fragen hast – hier kontaktieren.

Stimmprävention für pädagogische Fachkräfte

Wie man sich eine tragkräftige Stimme erhält

Die Arbeit in Kindertagesstätte und Schule gilt als eine der stimmintensivsten.

Ich frage vorher anhand eines Selbsteinschätzungsbogens immer nach der vorhandenen Symptomatik – und erfahre so, ob es sich noch um Prävention handelt oder ob schon Probleme bestehen.

Da waren schon so einige Teilnehmerinnen darunter, die sagten: Ich komme präventiv. Mit meiner Stimme ist alles okay. Aber abends, nach der Arbeit im Kindergarten oder in der Schule, da mag ich meine Stimme nicht mehr einsetzen. Am liebsten möchte ich gar nicht mehr angesprochen werden und gleich aufs Sofa.

Es tut mir dann irgendwie leid, wenn ich darauf antworten muss: Dann ist es schon keine Prävention mehr.

Unsere Stimme ist so gebaut, dass sie stark genug ist. Sie sollte im gesunden Zustand deutlich länger als einen Arbeitstag durchhalten. Sie sollte generell durchhalten.

Die gute Nachricht ist: Unsere Stimme wird vom ganzen Körper getragen. Stimme entsteht nicht nur isoliert in unserem Kehlkopf.

Wir können sie durch entsprechende Körperarbeit beeinflussen und stabilisieren. Es gibt außerdem noch viele andere Stellschrauben, an denen wir drehen können, um sie uns zu erhalten und auch wiederzugewinnen.

Ich werde noch lange darüber grübeln, warum Prävention beim Menschen nicht wirklich zu funktionieren scheint. Wir kommen immer erst in Wallung, wenn wir den Punkt eigentlich schon überschritten haben. Dabei wäre es so leicht, für uns zu sorgen.

Wir sind es wert.

Das Seminar vermittelt Stimmtechniken für den Alltag:

  • zum schonenden Umgang mit der Stimme
  • zum Umgang mit stimmbelastenden Situationen
  • zur Erhöhung der stimmlichen Durchsetzungsfähigkeit

In diesem Kurs wird der Zusammenhang zwischen Körperspannung, Atmung und Stimme theoretisch und praktisch erfahrbar gemacht. Übungen zur Verbesserung der Atmung, zur Stimmhygiene und Entspannungsarbeit werden vorgestellt und stimmschonende sowie raumakustische Maßnahmen im Berufsleben visualisiert. Spielerisch stellt sich der Körper auf neue Muster ein.

Methode:

  • Analyse des Sprechverhaltens in konkreten Sprechsituationen (nach Wunsch der Teilnehmer)
  • Praxis der Stimmtechnik (Wahrnehmung, Atmung, Haltung, Tonus, Artikulation, Modulation)

Zielsetzung:

  • Prävention von Stimmstörungen
  • Wissen zu Stimmfunktion und Stimmökonomie
  • Umsetzungsmöglichkeiten der Inhalte im Arbeitsalltag

Bitte bequeme Kleidung und eine Decke mitbringen!

Das Seminarkonzept beruht auf Wirksamkeitsstudien der Universität Hildesheim. Seit 2003 habe ich mich im Bereich der Stimmprävention engagiert und wurde 2014 und 2019 vom  niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung NLQ zur Ausgestaltung von Stimmseminaren für Lehrerinnen und Lehrer qualifiziert.

Den roten Faden bildet das von mir formulierte Modell der Wirkfaktoren von Stimmgesundheit.

Wer sich individuell coachen lassen möchte, sei ebenfalls herzlich eingeladen.

Ich freue mich, hier einige Feedbackstimmen veröffentlichen zu können:

 „Vielen lieben Dank, auch für den tollen Tag! Er hat mir Hoffnung gemacht doch noch bis zu meiner Rente in der Kita arbeiten zu dürfen.“

„Am Anfang dachte ich: Wo bin ich denn hier gelandet? Ich habe etwas gebraucht, zu verstehen, was du da machst. Der Nachmittag war Weltklasse.“

„Da holt man sich eine Logopädin ins Haus, wenn man Teambuilding machen will? Das hätte ich jetzt nicht erwartet!“

Wie ich von einem Kanaldeckel lernte, mich selbst wieder zu spüren

Dem Körper eine Stimme geben – Stimmarbeit mal anders

Es gab eine Zeit, da habe ich überhaupt nicht gut auf mich aufgepasst. Also eigentlich gar nicht.

Husch husch habe ich viele vermeintlich unwichtige, mich von meinen eigentlichen Vorhaben abhaltende Dinge zwischen Tür und Angel erledigt – immer schon im Geiste beim nächsten abzuarbeitenden Punkt. Ich selbst war egal. Ich spürte mich wenig.

Sehr bezeichnend war die Aktion, in der ich kurz in Puschen rausging, um den Kanaldeckel zu halten, unter dem unser Öltank versteckt ist. Kurz mal helfen, den Pegelstand zu messen.

Glitsch, machte der schwere unhandliche gusseiserne Kanaldeckel auf dem Laub – und zermalmte auf seiner Flugbahn fast die Hände meines Mannes. Bevor er gezielt auf meinem linken Fuß aufsetzte.

Mein Mann war so sauer auf mich wegen seines Beinahe-Unfalles, dass ich stoisch das Ding aufnahm und ihn mit plötzlich deutlich geschärfter Konzentration so lange wirklich gut festhielt, bis er den Messstab wieder plaziert hatte. Während ihm der Messstab mehrfach aus den Händen glitt, wartete ich geduldig auf das Ende des Messvorgangs und spürte das Blut in meinen sich spontan verdreifachenden Fuß schießen. Danach erst humpelte ich nach drinnen und suchte mir was zum Kühlen.

Ich komme aus einer Familie, in der halb abgetrennte Daumen mit einem Pflaster behandelt werden. Natürlich ging ich am nächsten Tag zur Arbeit. Ich hatte ja nichts Ansteckendes. Ich tauschte schlicht für eine Woche meinen Schaltwagen gegen den Automatik von meinem Mann. Die Reitschuhe meines Sohnes waren drei Nummern größer als meine Schuhe und nahmen meinen Fuß gekonnt für einige Wochen auf.

Ich ging eine Woche später sogar zu meinem Hausarzt. Als er sich das regenbogenfarbige Etwas, das mal mein Fuß gewesen war, anschaute, zeigte er sich mit mir einig, dass er sich für einen Körperteil, dem etwas Entsprechendes widerfahren ist, erwartungsgemäß verhielt.

Erst nach einem halben Jahr wurde ich wirklich nervös, als die Schwellung noch immer nicht ganz abgeklungen war. Der Orthopäde gratulierte mir zur erfolgreichen Heilung dreier glatter Brüche, die – wie er bemerkte – unter seiner Behandlung nicht besser ausgesehen hätten. Und verschrieb mir eine Bandage, die wirklich gut tat. Nach und nach brauchte ich sie immer weniger.

Das Ganze ist Jahre her.

Ich war so überarbeitet, dass ich meinen Körper nicht mehr gefühlt habe.

Zum Glück bin ich in meinen jungen Jahren sowas wie die Königin der Psychosomatik gewesen und kannte eigentlich das Gegenteil davon – dass mich mein Körper mit diversen selbst produzierten Symptomen um meine Aufmerksamkeit bittet.

Ich wusste: Mein Weg da raus ging über die Atmung. Über das Spüren. Raum zu geben. Über das Zulassen aller meiner Symptome im Hier und Jetzt. Über das kompromisslose Annehmen meines So-Seins. Über Hingabe.

Und das tat ich. Ganzheitlich.

Heute fühlt sich mein Körper von Kopf bis Fuß durchlässig an – die Energie verteilt sich überall. Überall und über meinen Körper hinaus.

Nur nicht in meinen linken Fuß.

Er steht weiter als Mahnmal für die Zeit, in der ich nicht mit mir verbunden war.

Vor kurzem nervte es mich so, dass ich tatsächlich einen Beitrag über meinen linken Fuß schrieb und um Ideen bat, wie ich diesen verlorenen Körperteil integrieren möge.

Ich bekam wunderbare Antworten. Und dann erst kam ich drauf.

Mein Weg da rein geht über die Atmung. Über das Spüren. Ich muss meinem Fuß Raum geben. Alle meine Symptome im Hier und Jetzt zulassen. Sein So-Sein kompromisslos annehmen. Mich ihm hingeben.

Wie konnte ich das vergessen?

Dem Körper eine Stimme geben

Ich setzte mich also aufrecht in meine Meditationshaltung, entspannte mich und dehnte meinen Atem auf den ganzen Körper aus.

Ich liebe die körperzentrierte Herzensarbeit. Bei der soll man eigentlich nur sitzen und fühlen. Das funktioniert bei mir nicht. Mein Körper will sich manchmal bewegen dabei – und meine Stimme will die Gefühle um die es geht, ausdrücken. Wenn ich mich auf ein Symptom konzentriere, dann fängt der entsprechende Körperteil an, durch mich zu tönen. So kann ich auch die Atmung effektiver verstärken und es fließt mehr Lebensenergie dorthin. Je klarer und tiefer der Ton, desto wohliger.

Ich lebe damit – und setze es inzwischen zur Selbsttherapie bei mir ein.

Also konzentrierte ich mich auf meinen linken Fuß. Ich bat ihn um einen Ton. Der kam. Fiepsig. Abgebrochen. Viel zu hoch. Ein unangenehmer Kopfton. Kaum rauszubringen.

Ich versuchte es eine Weile. Ich wusste nicht, wohin es führen soll. Es war kläglich. Dann bat ich meinen rechten Fuß um einen Ton. Der war ein Brustton. Tiefer. Eher mittlere Lage. Ich wusste nun, wohin.

Zurück zum linken Fuß. Tönen. Den Ton halten. Immer wieder den Abbruch kitten, verbinden, halten. Zwischendurch seufzend und loslassend einatmen, unaufhörlich weiter vertiefend. Das ging sehr lange. Dann war es soweit. Der Ton rutschte tiefer. Ich konnte einen Brustton produzieren. Immer noch abgebrochen, aber sofort floss ein Strom prickelnder Energie in meinen Fuß hinein, wärmte ihn auf. Er war ein Teil von mir, ich konnte es kurz spüren.

Am nächsten Tag hatte ich nur kurz Zeit, dem Fuß vor dem Einschlafen mit ein paar wimmernden Kopftönen zu verdeutlichen, dass ich ihn nicht vergessen hatte.

Am Tag darauf dann war es wieder so weit. Ich rief ihn und bat ihn um einen neuen Ton. Nach einem langen zittrigen Kopfton wurde er mutiger und sackte nicht nur in die Brust, wo er eine Weile verweilte, nein, er rutschte sogar in den Bauch und ließ es zu, dass die entstehende Energie sich von dort in Wellen über die Schultern zu den Armen ausbreitete. Meine Arme schüttelten sich und zupften an der Körpermittellinie entlang, verbanden beide Seiten, schufen einen ganzkörperlichen Ausgleich zwischen Links und Rechts. Es fühlte sich wunderbar an. Ich war ganz.

Der bedürftige Zustand meines ewig verletzten Fußes war mir jedoch seitdem in jedem Moment bewusst. Und das fühlte sich noch nicht durchgängig wohlig an, sondern leicht unangenehm und schmerzhaft. Eher stachelig.

Ich habe ihm über eine Woche lang täglich Zeit gewidmet, bis ich dann am folgenden Wochenende das Gefühl hatte, dass mein Fuß wieder zu mir gehörte.

Erste-Hilfe in seelischen Notsituationen

Erstaunlich daran ist die Tatsache, dass ich die vielfältigsten Methoden kenne, wie ich in Kontakt gehe mit meinem Körper, dass ich die Atmung in den letzten Winkel schicken, mich steuern und regulieren kann – dass ich weiß, wie ich meinem Körper zuhören UND gleichzeitig eine Stimme geben kann – und doch in solchen Notfallsituationen für mich selbst nicht mehr darauf komme.

Weil jemand in Panik nicht mehr weiß, dass er 112 rufen muss, gibt es Aufkleber fürs Telefon. Erinnerungshilfen.

Ich fragte also andere, wie sie es schaffen, sich an ihre Ressourcen zu erinnern, um ein Erste-Hilfe-Set zur Verfügung zu haben, wenn ich es brauche.

Ich bekam wieder ganz wunderbare Ideen geschenkt, die ich gern hier teilen möchte.

  • Kooperation und Austausch mit anderen Menschen
  • SOS-Schachtel: Ein schönes Kästchen voller Zettel mit Ideen, Schnipsel mit Ressourcen, Wünschen, Namen von Freunden, Aktivitäten, Farben, Sprüche, die guttun… im Bedarf kann z.B. ein Zettelchen gezogen werden.
    Manchmal kann man einfach mal so reinschauen, Schnipsel hinzufügen und welche rausnehmen. Auch befüllbar mit kleinen Dosen mit verschiedenen Düften (ein Wattepad oder kleines Stück Stoff mit Duft bestäuben), oder Sand und ganz kleine Muscheln und Steinchen.
  • Überall ein paar Bilder aufhängen, die an Dinge erinnern, die gut tun (Kühlschrank oder Bildschirmhintergründe, eine Story-Board-Wand oder ähnliches).
  • Daraufhin wurde mir klar, dass ich ein wirksamstes Werkzeug zur Selbstermächtigung und Ressourcenverkkörperung quasi bereits lebe: Meine Selbstzertifizierungen!

Das Gute ist, dass ich inzwischen die Sicherheit habe, dass ich das wichtigste Werkzeug, das ich brauche immer dabei habe: Meinen Körper.

Das Atmen kann ich nicht vergessen. Und wenn ich nur daran denke, meine Wahrnehmung darauf zu lenken, dann geht die erste Hilfe schon los!

Mir wurde irgendwann klar, dass ich mein gesamtes Leben meiner Selbstheilung und Traumaauflösung gewidmet habe. Nach Jahren der Eigenpraxis habe ich beschlossen, das, was ich durch die Hingabe an mein Körperwissen für mich gewonnen habe, an andere weiterzugeben.

Ich öffnete erst mein Stimmpräventionsseminar für Berufssprecher als Onlineworkshop „Stärke Deine Stimme!“ für Menschen anderer Berufsgruppen – und ich entwarf „Umarme Deine Symptome!“

Wirkfaktoren von Stimmgesundheit

Ein Modell der gesunden Stimme von Britta Weinbrandt

 
Stimmen haben mich schon immer fasziniert. Den bewussten Weg in meine eigene Stimme begann ich während meiner Ausbildung zur Logopädin vor 25 Jahren. Unsere Sprecherzieherin war damals verblüfft, dass ich als private Britta ein total verhauchtes Stimmchen hatte, aber sobald ich z.B. ein Gedicht aufsagen durfte, ein Stimmvolumen aufbringen konnte, das mühelos einen ganzen Saal beschallte. Warum auch nicht? In meiner Logik war das ja sozusagen nicht ich, die da sichtbar war, sondern eine Rolle, die nichts von mir preisgab. Ich habe lang daran gearbeitet, die Kraft meiner Bühnenstimme auf meine persönliche Stimme zu übertragen, und es hat mich viel Mut gekostet, wirklich standfest und hörbar zu sein. Exzessives Theaterspielen hat mir beim Ausprobieren sehr geholfen. Meine Geschichte ist auf jeden Fall ein lebendiges Beispiel dafür, dass ein großer Teil der Persönlichkeit sich in der Stimme ausdrückt (nicht zuletzt bedeutet „per sonare“ ja „durchklingen“). Und dass es sich lohnt, bewusst daran zu wachsen.

Mein Herz schlägt seitdem für alle Menschen, die Schwierigkeiten mit ihrer Stimme haben. Das erste Seminar, das ich jemals ausgearbeitet habe, war demnach 2003 ein Seminar mit dem Titel „Körperarbeit und Stimme“. Dass Körperarbeit und Atmung die Schlüssel für einen physiologischen Stimmklang sind, war ein Geschenk für mich aus der Ausbildung. Im Laufe der Zeit hat sich mein Schwerpunkt in Richtung „Stimmprävention“ mit einem höheren individuellen Coachinganteil weiterentwickelt, und diesem Weg möchte ich auch als Arts & Change Coach eine Richtung geben. Natürlich kommen nicht alle Stimmprobleme aus dem Inneren, wie es bei mir war, es gibt schlicht Risikoberufe, in denen man leicht in eine chronische Stimmüberlastung geraten kann. Mein natürliches Habitat – das kommt aus meiner Qualifikation als Trainerin für alltagsintegrierte Sprachförderung – ist dabei meist die Kindertagesstätte. Ich bin allerdings speziell ausgebildet für die Lehrerstimme und es kommen auch immer wieder motivierte Lehrerinnen in meine Seminare.

Wir erarbeiten gemeinsam die Wirkfaktoren, die eine gesunde Stimmgebung bedingen. Als diese habe ich das stimmschonende Verhalten, die stimmfreundliche Umgebung und die positive Gesprächssituation herausgearbeitet, die es zu gestalten gilt. Beim Schreiben dieses Artikels erkannte ich, dass sich daraus ein schlüssiges und anschauliches Modell ergibt, das mir leicht fiel, zu visualisieren. Es ist in den Jahren eine beachtliche Ideensammlung zustandegekommen, die bestimmt auch zum Teil auf andere Berufe zu übertragen geht. Lehrer- und Erzieherstimmen jedoch sind allein durch die hohe Lärmbelastung (unter anderem in der Qualität von Düsenjets von bis zu 120 dB – in Turnhallen gemessen) besonders stark gefährdet.

Britta Weinbrandts Modell der Wirkfaktoren der gesunden Stimme

Gestaltung einer stimmfreundlichen Umgebung

Um möglichst geringe Nachhallzeiten zu erreichen, ist glücklicherweise in den meisten Einrichtungen bereits ein Schallschutz eingebaut. Günstig sind niedrige Deckenhöhen. Ein gutes Raumklima bedeutet eine ausreichende Luftbefeuchtung – notfalls feuchte Handtücher auslegen – und Belüftung.

Viele helfen sich mit Schallschluckern wie gepolsterten Tischdecken oder Tischsets, Raumteilern, Wandbildern und Gardinen, auch Pflanzen werden dafür eingesetzt. Manche bekleben Stühle mit den Bildern der Kinder, um lautes Stühlewechseln und -rücken zu vermeiden. Geräuscharmes Spielzeug kann angeschafft werden oder zumindest Spielzeugkisten, die lautes Spielzeug wie Bauklötze beherbergen, mit einer Schallisolierung ausgelegt werden.

Für den Versuch, Hintergrundlärm mit erhöhter Lautstärke zu übertönen, gibt es sogar einen Namen: Lombard-Effekt. Ein Sprecher, der von anderen gehört werden will, muss ganze 15 dB über dem allgemeinen Schallpegel liegen. Das ist auf Dauer anstrengend. Wikipedia setzt den Begriff Lärmschutz „nicht gleichbedeutend mit dem Begriff Schallschutz. Schall ist eine messbare Größe. Erst durch nicht messbare individuelle oder sozio-kulturelle Aspekte wird Schall zu störendem Schall, zu Lärm.“ Um Schallpegel zu messen, muss man sich kein Profigerät anschaffen, es lassen sich dafür leicht Apps herunterladen. Reizüberflutung in Räumen zu vermeiden und ein Bewusstsein für die Geräuschkulisse zu schaffen, ist sehr hilfreich.

  • Wenn die eigene subjektive Grenze erreicht ist, sollte man die anderen aufmerksam machen auf die Lautstärke (auch die anderen Mitarbeiter).
  • Eine Erzieherin erzählte kürzlich von einem aus Tonkarton ausgeschnittenen „roten Ohr“, das an einem Stab befestigt für alle zugänglich an der Wand hängt und bei zu hoch empfundener Lautstärke eingesetzt wird. Und zwar sowohl von den Erwachsenen als auch von den Kindern. Für die Gruppe ist dies ein Zeichen, bitte leiser zu sein, und es wird gut akzeptiert.
  • Eine Lärmampel macht eine objektiv zu hohe Lärmbelastung durch das rote Licht und ein akustisches Alarmsignal für alle fühlbar, es kann jedoch auch nach hinten losgehen, dass Kinder es als Sport betrachten, den Alarm auszulösen. Das sollte unter Umständen also nur dosiert eingesetzt werden.
  • Am schönsten fand ich, als eine Erzieherin mir berichtete, sie würde einfach ein Lied singen, wenn es ihr zu laut würde, und alle Kinder im Raum machten dann automatisch mit, egal, was sie gerade täten. Danach sei es immer ruhiger als vorher. Dies funktioniere auch beim Tischdecken.

Laufwege kann man gezielt versuchen, zu vermeiden. Gleichzeitig müssen natürlich Bedingungen geschaffen werden, in denen die Kinder laufen, schreien, rennen… dürfen. Ein Faktor einer besonders leisen Stimme kann auch sein, dass uns selbst in der Kindheit das Laut-sein-dürfen abtrainiert wurde. Dem sollten wir in der Folgegeneration entgegenwirken. Viel rausgehen also. Oder im Nebenraum für die Kinder alternative Möglichkeiten anbieten. Kleingruppenarbeit verringert ebenfalls die Belastung deutlich.

Entspannungsphasen sind ebenso als Stimmschonung zu betrachten. Sprechpausen sind wertvoll und können bewusst zu Schweigeminuten ausgedehnt werden.

  • Die klassischste Stilleübung, die jedem zuerst einfällt, ist Stille Post.
  • Wir können sie auch zu wunderschönen Ritualen werden lassen, z.B. indem jedes Kind nacheinander Seidenpapier in eine gläserne Wasserkaraffe fallen lässt und schweigend beobachtet, wie die Farbe sich mit dem  Wasser vermischt.
  • Oder die Kinder hören regelmäßig (mit steigerbaren Zeitlängen – anfangs nicht mehr als eine Minute) mit geschlossenen Augen bei geöffnetem Fenster, was sie dort alles wahrnehmen.
  • Oder sie lauschen bewusst dem verklingenden Ton einer Klangschale oder Triangel nach.
  • Ich liebe auch den Schreibtanz, bei dem zu Musik großflächig mit beiden Händen gleichzeitig gemalt wird.
  • Oder die Kinder zünden nacheinander Stillekerzen an, die zum Beispiel in einer „Adventsspirale“ abgestellt werden.
  • Weitere Aktivitäten wie Fußmassagen oder die Arbeit mit Igelbällen können eingeführt werden.
  • Auch Bewegungsangebote wie Kinderyoga oder Eurythmie wirken stimmschonend.
  • Snoezelen bedeutet viel Sensorik, Licht, Duft, leise Musik, selbst ein Wasserbett ist denkbar.
  • Das tickende Ei aus „Häuptling Wackelnix“, das bei zu starker Erschütterung in Gelächter ausbricht, kann ebenso eingesetzt werden.
  • Eines meiner beliebtesten Spielideen ist und bleibt meine Kiste mit den dreizehn Eieruhren, die ich alle gleichzeitig tickend im Raum verstecke und wieder auffinden lasse – da muss man automatisch leise sein…
  • Oder die Kinder stellen sich vor, eine bestimmte Pflanze zu sein. Womit wir bei den klassischen Entspannungs- und Traumreisen angekommen sind.

Achtsamkeit ist in der Erwachsenenwelt das neue Zauberwort, die Grundlage aller Stimmarbeit ist die Wahrnehmung (wie soll ich sonst was ändern können?). Entspannung zu erfahren ist demnach generell eine der größten Stellschrauben für eine wohlklingende Stimme.

Kritisch sind immer die Übergänge von einer Aktion in die nächste, da die Kinder über etwas informiert oder zu etwas zusammengetrommelt werden müssen. Mit diesem Wort ist jedoch schon die stimmfreundliche Lösung angedeutet:

  • Werden akustische Signale eingeführt, muss nicht zum Aufräumen gerufen werden, sondern die Kinder kommen, wenn die Klangschale ertönt. Die Klingel (z.B. aus Halli Galli) bedeutet, dass der Morgenkreis beginnt, eine afrikanische Harfe ist das Signal zum Zuhören, die Trommel ruft zum Sport, der Gong lädt zum Essen ein. Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos.
  • Ebenso eignen sich Mimik und Gestik. Handzeichen wie der „Leisefuchs“ sind sehr bekannt (aber neuerdings umstritten, da eine rassistische rechtsextreme Gruppierung in der Türkei sie verwendet und Kurden dadurch unnötig provoziert werden. Als Ersatz nehmen manche das Victory-Zeichen oder „alle Finger hoch“). Wenn die Hände in einem großen Kreis auf Bauchhöhe zusammengeführt werden, kann dies ein Symbol zum Versammeln in der großen Runde sein. Viele bringen den Kindern das „Stopzeichen“ mit der ausgestreckten Hand am ausgestreckten Arm zur Konfliktvermeidung (und somit Lautstärkereduktion) bei.
  • Anhand bestimmter Linien/Bodenmarkierungen kann verdeutlicht werden, ab wann z.B. schnelleres Laufen erlaubt ist (oder eben nicht).
  • Leises Runterzählen ist möglich.
  • Klatschspiele können als Aufforderung mit erwarteter Klatsch-Antwort gestaltet werden.
  • Ich kann auch die Erwartungshaltung der Kinder ausnutzen, indem ich ein Signal durch Hinsetzen gebe oder durch Einfrieren in der Position, in der ich mich gerade befinde, bis alle es wahrgenommen haben und gefolgt sind.
  • Ich kann ebenso die eigene Stimme senken, um den Außenlärm zu senken oder erst reden, wenn alle leise sind, um die Kinder dadurch erst leise zu kriegen.

Bewusste Körperpräsenz kann solche Strahlkraft entwickeln, dass alle mich anblicken „müssen“. Existentiell ist eigentlich, dass ich den Kindern ganz klare Regeln setze, damit sie noch im Schlaf wissen, was bei welchem Signal zu tun ist, und zwar vorzugsweise von Anfang an. Schließlich geht es – wie in eigentlich allen Lebenslagen – auch darum, den Kindern mit dem eigenen Verhalten ein Vorbild zu sein.

Mit den letzten Beispielen sind wir schon ein wenig bei den Faktoren gelandet, die ich durch mein persönliches Verhalten steuern kann. Schnittstelle zwischen diesen beiden Bereichen der stimmfreundlichen äußeren Umgebung und meinen eigenen stimmschonenden Aktivitäten ist definitiv die Selbstfürsorge. Wie viel ist mir meine Stimme wert? Wie viel bin ich bereit, selbst dafür zu tun, dass es mir – und somit auch meiner Stimme – gut geht (nicht umsonst besteht eine Wortverwandtschaft zwischen „Stimme“ und „Stimmung“)? Erst dann nämlich komme ich auf die Idee, mir dafür aktiv günstigere Voraussetzungen zu schaffen.

Auch in meinem Podcast habe ich mich dem Thema Selbstfürsorge angenommen.


Passe ich erst auf mich auf, wenn ich schon Probleme mit meiner Stimmbelastbarkeit wahrnehme, oder achte ich bereits von Anfang meines Berufslebens an darauf, meine Stimme zu schonen? Obwohl fast 60 Prozent der Lehrer im Laufe ihres Berufslebens aufgrund einer Stimmstörung einmal arbeitsunfähig werden, kommt es ja leider erst schleppend in der Ausbildung von Pädagogen an, dass man da nicht nur präventiv vorgehen könnte, sondern das auch sollte. Ich freue mich daher, dass ich vor einiger Zeit erstmals an einer Erzieherfachschule Stimmprävention als Wahlpflichtfach „unterrichten“ durfte. Denn man kann sich nur präventiv schützen, wenn man weiß, wovor! Aber wie kann das nun gehen?

Stimmschonendes Verhalten

Bei allem, was ich hier zusammenfasse, möchte ich vorab noch einmal deutlich herausstellen, dass es sich wirklich um Prävention handelt. Hinweise auf eine sich entwickelnde oder bereits bestehende Stimmstörung sind u.a. beginnendes Stimmversagen, Räusperzwang und Heiserkeit, und diese sollte nicht länger als drei Wochen dauern. Bei Verdacht empfiehlt sich unbedingt eine Vorstellung beim Phoniater. Dann helfen die folgenden Maßnahmen nicht mehr nur ohne längerfristige therapeutische Unterstützung.

Das wichtigste zu wissen ist sicherlich, dass die Stimmkraft nicht allein aus dem Kehlkopf geholt, sondern mithilfe des ganzen Körpers gebildet wird. Hier gilt es, einerseits „von unten“ unter dynamischem Einsatz des Zwerchfells aus einem guten Bodenkontakt heraus in eine gute Vokalisation zu kommen, als auch diese „von oben“ durch ausformulierte, entspannte Sprechbewegungen zu unterstützen. Ich werde häufig belächelt, wenn ich von Pädagogen als „Berufssprechern“ rede, aber die Stimme wird nun mal deutlich benötigt! Jeder Sportler weiß, dass er vor seiner nächsten Höchstleistung Aufwärmübungen, ja sogar anschließend Cooldownübungen einsetzen muss, um keine Probleme mit seiner Muskulatur zu bekommen. Die Stimmlippen sind auch Muskeln….

  • Eine gute Körperspannung, die nicht zu schlaff aber auch nicht überspannt ist, wird von einer aufrechten Körperhaltung unterstützt, die weder eingesunken noch überstreckt ist.
  • Standfestigkeit, also mit beiden Beinen bewusst auf dem Boden zu stehen, die Knie dabei locker zu halten und an ein lockeres Kiefergelenk zu denken, begünstigt eine ebenfalls lockere Stimmgebung.
  • Es genügt, morgens und zwischendurch kurze aktivierende Bewegungseinheiten einzubauen, und wenn ich mich nur kurz mit den Händen von Kopf bis Fuß abklopfe oder meine Arme hin und her schwinge.
  • Es wäre wünschenswert, sich für diese kurzen Übungen eine, gern auch mehrere, feste Tageszeiten zu etablieren.
  • Bewusstes Gähnen ist sehr hilfreich und vertieft die Atmung.
  • Atemübungen vielfältigster Arten dürfen schamlos aus allen Bereichen geklaut und eingesetzt werden, gern auch aus dem Gesangstraining und dem Yoga.
  • Flüstern ist keine Stimmschonung und strapaziert die Stimmlippen enorm. Lieber leiser sprechen.
  • Dasselbe gilt für Räuspern, das starke Reibung und Reizung erzeugt. Lieber Husten.
  • Die physiologische Sprechstimmlage ist durch die Länge der Stimmlippen bestimmt. Unter Belastung verlieren wir sie manchmal, deswegen ist es sinnvoll, sich auf sie zurückzubesinnen. Dies geschieht durch genüssliches Kauen, wodurch der mühelose, uns natürlich gegebene Stimmklang entstehen kann. Ein „mmh“ kann man auch beim Telefonieren beim Signalisieren des Zuhörens, als bewusste Stimmübung ansehen.
  • Man kann mundmotorische Übungen mit den Kindern mitmachen (das wird mein nächster Artikel werden).
  • Lutschbonbons helfen und werden häufig genannt, z.B. GeloRevoice, Emser Salze, Isla Moos. Von Eukalyptus und Menthol wird abgeraten.
  • Es sollte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, 2-3 l täglich.

Das wichtigste Element bei allen genannten Beispielen ist es, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse wahr- und ernstzunehmen, und sich vielleicht auch einmal zu erlauben, sich aus der Gruppe abmelden und zurückziehen zu können, um in eine wirklich erholsame Pause zu gehen. Mir wird z.B. häufig von bewusst gestalteten Toilettengängen mit kurzen Entspannungs- und Bewegungsmomenten berichtet, die ja offenbar schwierig genug zu organisieren sind. Allein für einen kurzen Augenblick den Atem wahrzunehmen, kann Wunder wirken.

Bislang wurde eher von Situationen innerhalb einer Kinderhorde gesprochen. Was die Mitteilungen an eine Gruppe angeht, so hilft

  • direkte Ansprache
  • kürzere Sätze zu sprechen
  • nicht so viel zu erklären
  • zielorientiert zu sprechen
  • Sprechpausen zu setzen.

Bei den folgenden Hinweisen, die ich gesammelt habe, geht es bereits um den Dialog, häufig in der Einzelsituation mit den Eltern, aber auch mit den Teamkolleginnen. Und wenn ich etwas gelernt habe, dann dass in Seminaren, in denen es um Kommunikation im allgemeinen geht, sehr oft die Gefühle hochschaukeln. Da geht es um ein Kind, das einem am Herzen liegt, und man erwünscht sich für eine gute Entwicklung von den Eltern eine bestimmte Intervention – und diese lassen nicht mit sich reden oder sehen die Sache ganz anders. Das verursacht zusätzlichen Stress. Aus der Reflexion meines Wirkens als Logopädin heraus bin ich der tiefen Überzeugung, dass die meisten zwischenmenschlichen Probleme Ausdruck mangelnder oder unzureichender Kommunikation sind. Eine zusätzliche Herausforderung sehe ich in einem gelassenen Umgang mit beteiligten Emotionen.

Deshalb sehe ich ganz klar Stressregulation als die Schnittstelle zu einer idealen Gesprächssituation. Nur wenn ich sozusagen in meiner Mitte ruhe, kann ich die stressbedingten Fluchtimpulse der galoppierenden Emotionen, die die Atemfrequenz und die Muskelanspannung erhöhen, umwandeln und in einer entspannten Atemtiefsetzung bleiben. Da dies sehr viel mit der Stimmgebung zu tun hat, macht es für mich den dritten großen Faktor aus, an dem pädagogische Fachkräfte etwas für ihre Stimme tun können. Daher frage ich sie regelmäßig, was sie sich denn für ein phantastisch laufendes Gespräch wünschen. Die Antworten klingen sehr schön.

Idealer Gesprächspartner und optimale Gesprächssituation

Stimmige Rahmenbedingungen sind bereits durch angemessene Räumlichkeiten mit einem angenehmen Raumklima geschaffen. Einen Gesprächsrahmen setzen eine gute Begrüßung und Verabschiedung mit Zusammenfassung des Gesagten. Eine gute Vorbereitung und gute Beziehung zum Gesprächspartner geben Sicherheit. Gegenseitige Sympathie wäre schön. Es geht um ein Miteinander in entspannter Atmosphäre, mit gelebter Offenheit und Empathie, in der alles in Ruhe und Gelassenheit angesprochen werden kann. Auf momentane Befindlichkeiten wird geachtet. Es gibt Pausen.

Die Sprecher selbst sind sich gegenseitig ein Vorbild. Sie halten freundlichen Augenkontakt und respektieren und wertschätzen sich. Sie reden in angemessenem Sprechtempo, artikulieren deutlich verständliche Laute in angenehmer Lautstärke, verwenden einen differenzierten Wortschatz und sprechen strukturiert und in nachvollziehbarer Reihenfolge logisch aufeinander aufbauend auf ein Ziel hin, erzählen zusammenhängend. Sie atmen dabei. Die Sätze sind kurz.

Selbstverständlich zeigen sie Sprechfreude, setzen nonverbale Zeichen ein, lebendige Mimik und unterstreichende Gestik. Man hört ihnen gern zu, denn sie verwenden Betonung und Sprachmelodie. Zuhören geschieht aktiv und intensiv, das Gespräch wird in einem Dialog fließen gelassen, in dem jeder zu Wort kommt, den anderen ausreden lässt, und auch einmal „aushalten“ kann, auf die nächste Redezeit zu warten. Inhalt geht strikt vor Form. Es gibt nicht zu viele Fragen, und wenn, dann werden offene Fragen gestellt.

Die wirkliche Professionalität zeigt sich auch hier in der Selbstfürsorge, durch Eigenstärkung und Loslassen: Die Verantwortung für den Gesprächsausgang kann abgegeben werden, indem z.B. ein Gesprächsprotokoll unterschrieben wird. Die pädagogische Pflicht ist jedenfalls mit der Gesprächsführung an sich getan.

Daher ist meines Erachtens die hier anschließende Schnittstelle die Gesprächskultur, in der jede pädagogische Fachkraft innerhalb ihrer Einrichtung eingebettet ist. Und die wird meist von der Leitung bestimmt. Das allgemeine Arbeitsklima ist für den Wohlfühlfaktor und somit für den Erhalt einer gesunden Stimme nicht zu unterschätzen.

Ich danke allen Teilnehmerinnen der Seminare „Stimmprävention für pädagogische Fachkräfte“ für ihre tatkräftige Unterstützung.

Stärke Deine Stimme!

Entdecke Deine persönlichen Stellschrauben für Präsenz und Wohlgefühl!

„Stärke Deine Stimme!“ geht in die dritte Runde!

Neuer Start: 2022

In diesem Kurs wird es um die Wirkfaktoren gehen, die Deiner Stimme guttun und Dir nicht nur nur die Kontrolle über ihre Funktion (zurück)geben können, sondern die Dir ganzheitlich dazu verhelfen, Stressfaktoren in Deinem Leben zu reduzieren und Dich in Deine Stimme hinein zu entspannen.

Nimm Kontakt auf zu Deiner Stimme. Sie ist ein Spiegel Deiner Seele. Durch sie kannst Du Dein gesamtes Körperwissen anzapfen.

  • Atem- und Stimmtechniken zum schonenden Umgang mit der Stimme
  • Praxis der Stimmtechnik (Atmung, Haltung, Tonus, Artikulation, Modulation)
  • Mudra zur physiologischen Aktivierung aller Atemräume
  • Umgang mit stimmbelastenden Situationen, Erste Hilfe für die Stimme
  • Geführte Meditation zur energetischen Reinigung des Halschakras
  • Heiltönen
  • Mit stimmlicher Präsenz wirkungsvoll kommunizieren
  • Aufstellungsblitzlicht: Wie stehe ich zu meiner Stimme?

…und vieles mehr, das individuell aus dem Moment entstehen wird. Das waren unter anderem schon die Berücksichtigung des lunaren und solaren Atemtyp und die Aktivierung von Lichtsprache anhand Deiner heilsamen Herzensstimme. Stimme eröffnet Welten!

Aus meiner langjährigen Erfahrung als Stimmtherapeutin, Stimmtrainerin und Stimmcoach heraus entwickelte ich mein eigenes Modell der Wirkfaktoren von Stimmgesundheit, das den roten Faden der Workshopreihe bildet.

Britta Weinbrandts Modell der Wirkfaktoren von Stimmgesundheit
Britta Weinbrandts Modell der Wirkfaktoren von Stimmgesundheit

Die Treffen sind eher praxisorientiert, es geht um Deine Stimme. Mein wachsendes Skript mit den gesammelten Übungen und der mir wichtigen Theorie bekommst Du inklusive. Wir treffen uns jeweils um 19.30 Uhr auf Zoom. Und Achtung: Es kann auch mal laut werden!

Der Ausgleich beträgt 200 €.

Anmeldungen und Rückfragen sind z.B. über mein Kontaktformular möglich.

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